SPD-Fraktion stellt Prüfantrag bezüglich der Auslastung Augsburger Schulen

27 Jun 2018
Michael Egger
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Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Bevölkerungszahl in Augsburg steigt seit Jahren stetig an. Sei es durch Zuzug oder durch die Steigerung der Geburtenrate. Der Anstieg der Einwohnerzahl stellt die Stadt Augsburg vor große Herausforderungen. Dies betrifft nicht nur den Wohnungsmarkt, sondern auch das Vorhalten ausreichender Plätze in der Kindertagesbetreuung und Schulen. Erstmals gab es in 2017 eine Unterdeckung von 250 Plätzen in Kindertagesbetreuungen. Auch dieses Jahr, so die letzte Prognose, werden voraussichtlich rund 400 Kinder keinen Krippen-, Kindergarten- und Hortplatz bekommen. Der Anstieg bei den Kindern macht sich auch bei den Schulen bereits bemerkbar. Im Jahr 2017 waren es 14.087 Buben und Mädchen, die in Augsburg an Grund- und Mittelschulen gezählt wurden. Das sind 228 mehr als im Vorjahr. Diese stetigen Steigerungen bleiben nicht ohne Folgen. Die Schülerinnen und Schüler können kaum noch in den bestehenden Räumen untergebracht werden. Deshalb muss auch über Erweiterungen und/oder den Neubau von Schulen nachgedacht werden. Dies betrifft nicht nur die Grund- und Mittelschulen. Im Stadtgebiet Augsburg gibt es 8 Realschulen plus 1 Abendrealschule und 11 Gymnasien. Dem Gegenüber gibt es 30 öffentliche Grundschulen und 14 öffentliche Mittelschulen. Der Trend der letzten Jahre zeigt deutlich, dass immer mehr Kinder auf weiterführende Schulen gehen. Demnach wird ein Mehrbedarf wird auch an den Gymnasien und Realschulen festzustellen sein.

Die SPD-Stadtratsfraktion stellt daher folgenden

Prüfantrag:

1; Die Verwaltung wird beauftragt, darzulegen, wie hoch die Schülerzahlen ab dem kommenden Schuljahr 2018/2019 sein werden. Diese Zahlen sind nach den einzelnen Schularten gesondert auszuweisen.

2; Die Verwaltung wird beauftragt mitzuteilen, ob Schülerinnen und Schüler aus der Stadt Augsburg an weiterführende Schulen außerhalb des Stadtgebietes aus Platzgründen verwiesen werden mussten

3; Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, wie hoch der Bedarf in den kommenden Jahren bei den Grund- und Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien sein wird. Auch diese sind je nach Schulart, nach Geschlecht (Mädchen und Jungen Realschulen/ Gymnasien) und nach Stadtteilen darzulegen.

Mitfreundlichen Grüßen

gez.                                                          gez.                                         gez.                                    gez.
Margarete Heinrich                            Angela Steinecker                Jutta Fiener                    Hüseyin Yalcin
Fraktionsvorsitzende                         Stadträtin                              Stadträtin                        Stadtrat

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