SPD-Fraktion: Aktionsplan Inklusion für die Stadt Augsburg auf den Weg gebracht

28 Mrz 2019
Michael Egger
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In Augsburg leben rund 38.000 Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung, inklusive der ihnen gleichgestellten Menschen. Der Augsburger Stadtrat hat 2014 die Initiative ergriffen und die Verwaltung beauftragt, einen Aktionsplan Inklusion zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zu erstellen.

Jutta Fiener, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion: „Der ins Leben gerufene Beraterkreis „Inklusion“ aus Experten der Verbände, der Politik hat mit diesem Aktionsplan einen Meilenstein erarbeitet. Dazu hat wesentlich die umfangreiche Möglichkeit zur Bürgerbeteiligung beigetragen, die unter der Federführung von Sozialbürgermeister Dr. Stefan Kiefer durch die neu eingerichtete Fachstelle Inklusion in der Sozialverwaltung ermöglicht und koordiniert wurde. Dieser Aktionsplan wird als ein wesentliches Element eines Entwicklungsprozesses verstanden. Ein Prozess, dessen Ziel es ist, dass alle Menschen gleichermaßen ihre Potentiale entfalten, ihr Recht auf Teilhabe umsetzen, entsprechend ihren ganz eigenen Fähigkeiten zum Gemeinwohl beitragen und gesellschaftliche Leistungen gleichberechtigt in Anspruch nehmen können.“

Anna Rasehorn, SPD-Stadträtin: „Der Aktionsplan Inklusion für die Stadt Augsburg ist wegweisend für die Stadtplanung und Entwicklung. 40 Maßnahmen wurden im Beraterkreis abgestimmt und ausgewählt, um es künftig Menschen mit Behinderung leichter zu machen, in allen Lebensbereichen zurecht zu kommen. Alle Beteiligten haben sich hier sehr konstruktiv mit dem Thema Inklusion auseinandergesetzt und gut zusammengearbeitet. Dies verdient ein großes Lob. Der Grundstein ist für eine inklusive Stadt ist mit dem Aktionsplan gelegt. Jetzt sind die Verwaltung und die Politik mit allen Beteiligten aufgefordert, die beschlossenen Maßnahmen schnellstmöglich umzusetzen und den Plan mit Leben füllen“.

Als ein großes und schon seit Jahrzehnten bekanntes Problem sieht die SPD-Fraktion die Überbrückung der „Hangkante“ zwischen dem Rathausplatz und der Jakobervorstadt. Menschen mit Mobilitätseinschränkungen haben es sehr schwer, in den Abendstunden und Wochenenden auf kurzem Weg und ohne große Mühen von der Jakobervorstadt zum Rathausplatz bzw. die Innenstadt zu gelangen. Das städtische Verwaltungsgebäude II ist die einzige öffentliche Einrichtung, die es Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ermöglicht, mit einem Aufzug die „Hangkante“ zwischen Rathausplatz und Jakobervorstadt zu überwinden. Zurzeit ist die Nutzung des Aufzuges im Verwaltungsgebäude jedoch nur während der Parteiverkehrszeiten möglich. Ein weiterer barrierefreier Zugang rund um das Rathaus existiert faktisch nicht.

Jutta Fiener: „Die Überwindung der Hangkante ist jedoch ein wichtiges Ziel der Inklusion und es muss deshalb dringend nach Lösungen gesucht werden, damit Menschen mit Mobilitätseinschränkungen jederzeit barrierefrei und auf kurzem Weg von der Altstadt in die Innenstadt gelangen können, um am sozialen Leben teilnehmen zu können.“

F.d.R.

Michael Egger

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