Umweltpolitik der SPD-Fraktion Augsburg

Umweltschutz ist unsere Mission

Leben in Augsburg, das bedeutet für uns: Leben in einer wohlbehaltenen Umwelt, saubere Luft, intakte Flüsse und eine sichere, erschwingliche und im Einklang mit der Natur stehende Energieversorgung vor Ort. Unsere Umweltpolitik folgt dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung.

Ziel ist es nicht nur, die Natur zu schützen, sondern auch an unsere nachfolgenden Generationen eine lebenswerte, weitestgehend unversehrte Umwelt in Augsburg und Umgebung zu übergeben. Die SPD-Stadtratsfraktion besteht daher auf ein Gesamtumweltbildungskonzept, um alle Akteure, Initiativen, Organisationen, Verbände sowie die Stadtverwaltung und deren Betriebe sinnvoll in eine einheitliche Vorgehensweise zum Wohle der Natur einzubinden und Parallelstrukturen zu vermeiden. Nur so kann weitsichtige Umweltbildung in der Stadtgesellschaft ohne Streu- und Energieverluste umgesetzt werden.

Umweltpolitik_SPD-Fraktion-Augsburg

Das Stadtentwicklungskonzept STEK leistet einen wertvollen Beitrag zur Umweltbildung in der Stadt. Getragen von einer großen Beteiligung der Bürger hilft es entscheidend dabei, vorhandene Grünzüge entlang von Bächen und Kanälen zu sichern und auszubauen.

Parallel bewährt sich das Konzept, wenn Sportflächen und neue Wohnungen entstehen oder Gewerbe angesiedelt wird. Auch bei der Neukonzeption von Bauplänen und dem Umbau der Konversionsflächen kommt es zum Tragen. Allein hier haben sich die Areale im Westen von Augsburg um circa 60 Hektar vergrößert. Je mehr Grünflächen, also „grüne Lungen“, zur Verfügung stehen, desto größer werden auch die Anforderungen an ihre Pflege. Dafür benötigen wir vor allem mehr Fachpersonal in der Grünflächenpflege. Auf Forderung der SPD-Stadtratsfraktion wird die Zahl der Fachkräfte in diesem Bereich in den nächsten Jahren sukzessive aufgestockt werden.

Kleingärten in Augsburg werden immer beliebter. Die Nachfrage ist groß. In den kommenden Jahren wird sich das bedingt durch den konstanten Zuzug nach Augsburg voraussichtlich nicht ändern.

Ganz im Gegenteil: Die Warteliste wird immer länger – für einen städtischen Kleingarten ist sie zwischenzeitlich auf über 1.000 Personen angestiegen. Der Augsburger Stadtrat hat auf unsere Initiative hin im Jahr 2006 einen Kleingartenentwicklungsplan 2005 bis 2020 beschlossen. Dieser wird weiter umgesetzt. Der Plan sieht auch vor, eine Kleingartenanlage nördlich des Nordfriedhofes zu errichten. Hier hat die SPD beantragt, dass die erforderlichen Kleingärten auf der Erweiterungsfläche des Nordfriedhofs eingerichtet werden.

Zusätzlich wird am Rande des Ostfriedhofs eine Kleingartenanlage mit 50 Parzellen entstehen.

Die Stadt Augsburg hat kommunale Aufgaben, die das Tierschutzgesetz betreffen, an den Tierschutzverein Augsburg übertragen. Seit 2011 gibt es dazu vertragliche Regelungen. Auf Betreiben der SPD-Fraktion konnte der Zuschuss für das Tierheim Augsburg an der Holzbachstraße auf 50.000 Euro erhöht werden.

Die SPD-Stadtratsfraktion hat sich dagegen ausgesprochen, dass Zirkusse mit Wildtieren auf öffentlichen Plätzen gastieren. Eine artgerechte Haltung von Wildtieren ist in Zirkussen ein großes Problem, da die Anforderungen zur Haltung von Wildtieren sehr hoch sind. Die Unterbringung der Tiere muss artgemäß sein, d. h. ggf. auch klimatisiert. Auch die Verpflegung muss arttypisch sein. Durch den häufigen Standortwechsel und die Vorführungen können Zirkusse den Anforderungen oftmals nicht gerecht werden.

Die SPD-Stadtratsfraktion stellt sich den Herausforderungen des Klimaschutzes ganz zum Wohle der Augsburger Bevölkerung.
Sie unterstützt aktiv die Maßnahmen des regionalen Klimaschutzkonzepts für den Wirtschaftsraum Augsburg. Dieses bündelt Themen wie CO2-Emissionen, erneuerbare Energiegewinnung und Energieverbrauch.

Regenerative Energiegewinnung ist die entscheidende Voraussetzung für eine „grüne“ und nachhaltige Zukunft – das heißt für uns in erster Linie ohne Kohle und Atomstrom. Wir unterstützen die Maßnahmen der kommunalen Energieversorger, die durch ihren Energiemix (wie z.B. Wasserkraft, Biomasse und Photovoltaik) effektiv zum Klimaschutz beitragen.

Darüber hinaus setzt sich die SPD-Stadtratsfraktion dafür ein, die energetische Sanierung städtischer Gebäude voranzutreiben. So wird etwa das Verwaltungsgebäude „An der Blauen Kappe“ auf Initiative der SPD-Fraktion auf dieser Grundlage modernisiert. Energetische Sanierung bedeutet für uns nicht nur, dass bei den Maßnahmen der Erneuerung der Energieverbrauch beispielsweise für Heizung, Wasser und Strom maßgeblich reduziert wird. Wir möchten auch den städtischen Mitarbeitern ein gesundes Arbeitsklima bieten, in dem sie gerne tätig sind.

Wertach vital ist in unserer Politik ein zentrales Projekt. Es steht für einen funktionsfähigen Hochwasserschutz in Verbindung mit einer Naherholungs- und Biotopverbundachse. Die Bauphase zwischen Kulperhütte und Eisernem Steg ist inzwischen abgeschlossen. Wir setzen uns zudem für eine Liegewiese in diesem Bereich ein und haben dafür einen Antrag gestellt.

Das Projekt Licca liber wird den Lech soweit wie möglich naturnah gestalten und für Fische und seltene Tier- und Pflanzenarten im Uferbereich einen neuen Lebensraum bieten. Ziel des Projekts ist, den Lech zu stabilisieren und zu renaturieren. Dies ist notwendig geworden, weil sich der Fluss aufgrund seines früher begradigten Laufs zu stark eingetieft hat. Eine Renaturierung ist aber auch wichtig mit Blick auf die Gewässer im Stadtwald, die Auwälder in den Randbereichen des Lech und vor allem auch aus Gründen des Hochwasserschutzes. Ein zusätzlich geplantes Wasserkraftwerk im Naturschutzgebiet lehnen wir ab.

Der Neubau des Elefantenhauses stellt den Zoo gemeinsam mit dem Freundeskreis vor neue Herausforderungen. Wir setzen uns nachdrücklich für dieses Projekt ein und haben unsere Unterstützung zugesichert.

Die Anlage soll auch wesentlicher Bestandteil des von uns geforderten Gesamtumweltbildungskonzeptes der Stadt Augsburg sein. Die Nähe des Zoos und des Botanischen Gartens wird weiterhin Synergien für beide Einrichtungen bringen.

Der Botanische Garten wurde 1936 im Siebentischwald angelegt. Er ist ein beliebter Bürgergarten mit engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem aktiven Freundeskreis.

Auch der Botanische Garten wird Bestandteil des Gesamtumweltbildungskonzepts sein.

Die Bestattungsformen befinden sich erheblich im Wandel – nicht nur in Augsburg. Beispielsweise wächst die Zahl der Urnenbestattungen kontinuierlich. Zudem werden immer mehr Flächen von anderen Glaubensgemeinschaften benötigt.

Zum Beispiel soll auf dem Nordfriedhof in Oberhausen ein Grabfeld für die jesidische Gemeinde entstehen. Eine weitere Herausforderung sind die Leerflächen auf den Friedhöfen. Um diese und andere Fragen der letzten Ruhe zu diskutieren, wurde auf Initiative der SPD-Stadtratsfraktion ein runder Tisch ins Leben gerufen. In regelmäßigen Abständen besprechen die Teilnehmer praktikable und auf die Bedürfnisse der Bürger zugeschnittene Gestaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten der Friedhöfe in Augsburg.